Alleen

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Eingebettet in eine sanfte Hügellandschaft, geformt von der letzten Eiszeit, empfängt Louisendorf den Besucher mit schnurgeraden Alleen, die sich in der Mitte des Dorfes im quadratisch angelegten Louisenplatz treffen. Auf den Straßenrändern der heute von Alleebäumen flankierten Straßen sollten nach den Plänen der preußischen Regierung ursprünglich Obstbäume gepflanzt werden. Beidseits der Hauptwege waren zwei Reihen, an den Nebenwegen an jeder Seite eine Reihe Obstbäume vorgesehen. Dieser Plan ist allerdings nie umgesetzt worden. Auch die den Louisenplatz einrahmenden Straßen sind an der Innenseite mit Bäumen bepflanzt. Nachdem bereits um die Elisabeth-kirche in der Mitte des Louisenplatzes als Ersatz für die vor dem Kirchenbau dort stehenden 34 Eichen Linden in gleicher Anzahl in zwei Halbkreisen gepflanzt worden waren, um an die nur 34 Lebensjahre der Königin Luise von Preußen (1776-1810), der Namensgeberin für den Ort Louisendorf, zu erinnern, wurde im Jahre 1913 begonnen, eben diese Innenseiten mit zunächst 13 Lindenbäumen je Seite zu bepflanzen. Im Hinblick auf das im Jahre 1920 anstehende 100jährige Jubiläum der Ortsgründung ergänzte man diese Baumreihen auf je 25 Linden. In der Summe waren es aber nur 99 Lindenbäume, denn den hundertsten Baum stellte eine Eiche, die im Jahre 1897 zum Gedenken an den 100. Geburtstag von Kaiser Wilhelm I. am nordwestlichen Ausgang des Louisenplatzes inmitten der Straße gepflanzt worden war und im Ort als „Kaisereiche“ bezeichnet wurde. An diese Eiche und ihren ehemaligen Standort erinnern heute eine Gedenktafel und ein Gedenkstein. Die den Louisenplatz einrahmenden Linden erinnern in ihrer Anzahl an das Drei-Kaiser-Jahr 1888 und die nur 99 Tage andauernde Regentschaft von Friedrich III. König von Preußen. Das viele Grün des Baumbewuchses und die landwirtschaftlich geprägte Umgebung geben dem Ort Louisendorf ein idyllisches Erscheinungsbild.