Bürger wehren sich erfolgreich gegen Schicksalsschläge

Die Louisendorfer Bürger haben mehrfach schwierige Phasen durchleben müssen, aber immer wieder haben sie sich gegen die scheinbar unüberwindbaren Probleme mit Erfolg aufgebäumt.

Inder Aufbauphase des Dorfes in den Jahren 1820 bis 1840 haben sie unter unsagbaren Mühen den Boden der Kolonie urbar gemacht, die ihre Häuser erbaut und due Brunnen, die oft bis zu einer Tiefe von 40 Meter abgeteuft werden mussten, hergerichtet.

1945 bot sich den aus der Evakuierung gekommenen Louisendorfern ein Bild des Schreckens, nämlich das Ergebnis einer der größten Panzerschlachten des 2. Weltkrieges. Zwei Drittel der Häuser wiesen große Schäden auf und waren gänzlich zerstört. Die Äcker und Weiden waren durch bis zu 60cm tiefe Panzerspuren verwüstet. Die Kirche war nur noch eine Ruine. Aber erneut stemmten sich die Bürger gegen das Unheil und bauten Louisendorf ein zweites Mal auf.

1970 bis 1990 traf der Strukturwandel in der Landwirtschaft das Dorf auf das heftigste. Fast alle der im Schnitt ca. 4-5 ha großen Betriebe konnten ihre Familien nicht mehr ernähren und gaben die Landwirtschaft auf.  Viele Louisendorfer verließen tagsüber das Dorf, um in der Fremde zu arbeiten. Andere aber suchten vor Ort nach neuen Lösungen. Auf diese Weise entstanden in Louisendorf die weniger flächenintensive Gartenbaubetriebe sowie touristische Unternehmen und zwar vor allem Ferienwohnungen.

Heute vollzieht sich ein neuer Prozess. Die Umnutzung ehemals landwirtschaftlicher Kleinbetriebe hat nicht nur den dringend benötigten Wohnraum geschaffen, sondern auch standortverträgliches Kleingewerbe angesiedelt.